Welche Stoffe schützen vor der Sonne?

Sonnenschutz durch Textilien – ist das eine kulturelle Frage?

Während in vielen Ländern der Welt, die regelmäßig hohen Temperaturen ausgesetzt sind, Textilien schon lange als veritables Sonnenschutzmittel etabliert sind, setzen wir Europäer meist auf Cremes und Öle aus den Supermärkten und der Apotheke. Auch wenn die Anwendung von Sonnencreme gewisse Vorteile hat (Schutz im Wasser, Schutz auch bei kurzer Sommerkleidung) stehen dem einige Nachteile entgegen. Manche Leute reagieren zum Beispiel allergisch auf bestimmte Inhaltsstoffe der Cremes und Sprays. Außerdem ist häufig der UV-A-Schutzfaktor dieser Mittel relativ gering. Angepasste Kleidung hingegen schützt traditionell Menschen von Afrika bis Fernost wirksam vor der Sonne, ohne die Gesundheit zu gefährden. Ein Land, welches das Bewusstsein seiner Bewohner in Bezug auf ihre Sommerkleidung verändern möchte, ist Australien. Mit einer Kampagne will die Regierung dem vermehrten Aufkommen von Hautkrebs entgegentreten. Das Bewusstsein für die Schutzfunktion von Kleidung hat allerdings auch in Deutschland in den vergangenen Jahren zugenommen.

So wird der Lichtschutzfaktor von Textilien gemessen

Um dem Verbraucher ähnliche Infos wie auf der Verpackung einer Sonnencreme geben zu können, wurde ein spezielles Verfahren entwickelt, womit die Lichtdurchlässigkeit von Textilien überprüft werden kann. Gemessen wird dies mit einem sogenannten Spektralphotometer. Keine Sorge: Der Name des Gerätes ist nebensächlich. Wichtig ist, dass nach den Messungen ein Wert herauskommt, der als „Ultraviolet Protection Factor“ oder UPF angegeben wird. Dieser Wert sagt dir dann, mit welchem Faktor du deine Aufenthaltszeit in der Sonne verlängern kannst, ohne dass du einen Sonnenbrand bekommst.

Welche Stoffe halten wie effektiv UV-Strahlen ab?

Was ziehst du im Sommer besonders gerne an? Vermutlich vor allem leichte, luftige Kleidung in hellen Farben. Damit stehst du im Schnitt bei der Mehrheit der Männer in Deutschland. Das Bedürfnis ist berechtigt: Unter dünner Kleidung bekommt dein Körper mehr Luft und schwitzt dadurch weniger. Helle Kleidung reflektiert das Licht eher, als dass sie es aufnimmt, und heizt sich dadurch nicht so schnell auf. So gesehen ist ein leichtes Leinenhemd die ideale Sommerkleidung. Aber Achtung! Wenn es um Sonnenschutz geht, trifft das leider absolut nicht zu.

 

  • Naturfasern wie Baumwolle, Leinen und natürliche Kunstfasern wie Viskose und Modal
    Gerade diese Materialien werden im Sommer gerne gekauft. Bei Tests wurde aber festgestellt, dass eben diese Stoffe nur einen geringen UPF aufweisen. Das liegt vor allem an der Grobmaschigkeit von Naturfasern. Damit wird ausgedrückt, dass die Fasern oft relativ „löchrig“ verarbeitet werden. Die Folge ist eine recht hohe Durchlässigkeit von UV-Strahlen. Allerdings muss auch darauf hingewiesen werden, dass Kleidungsstücke bereits nach der ersten Wäsche ihren UPF erhöhen. Durch das Waschen werden Fasern nämlich verengt.
  • Kunstfasern wie Polyester
    Bei heißen Temperaturen sind synthetische Fasern wie Polyester eher unbeliebt. Die Haut kann oft nicht richtig atmen, der Schweiß dringt so nicht nach außen. Und doch: Genau deshalb können Kunstfasern beim UPF besser punkten als Naturfasern. Sie werden nämlich im Gegensatz zu Leinen oder Baumwolle deutlich engmaschiger gewebt. So kommen Kunstfasern auf einen UPF von 30 oder höher.

Diese Farben sind besonders UV-abweisend

Nicht nur das Material spielt für den UPF eine Rolle. Auch die Farbe eines Kleidungsstücks kann einen Einfluss darauf haben, ob du unter deinem Shirt noch einen Sonnenbrand bekommst oder nicht. Wieder ist die beliebte helle Sommerkleidung genau das Gegenteil von dem, was eigentlich bei starker Sonne hilft. Denn bei Farben gilt die Faustregel: Je dunkler der Ton ist, desto geringer ist die UV-Durchlässigkeit. Wenn dir das komisch vorkommt, denk doch mal an die Tuareg in der Sahara. Wenn du nach Bildern im Netz suchst, wirst du hauptsächlich dunkle, lange Gewänder finden.

UV-Standard 801 – professioneller Sonnenschutz

Dem Standard 801 liegt ein strengeres Prüfverfahren zugrunde als dem UPF-Wert. Hier wird die Kleidung tatsächlich in Extremsituationen getestet, nämlich wenn sie zusätzlich nass ist und gedehnt wird. Beides fördert die UV-Durchlässigkeit. Kleidungsstücke, die diesen Test dennoch überstehen und einen hohen UPF erzielen, werden als besonders sicher eingestuft. Derlei Kleidung wird oft in professionellen Kontexten eingesetzt – etwa im Baugewerbe, im Gartenbau oder auch für Sportbekleidung. Auch Menschen mit einem empfindlichen Hauttyp profitieren vom UV-Standard 801. Die Preise für Kleidungsstücke dieser Art liegen allerdings über dem Durchschnitt.

Wie sollte die ideale Sommerkleidung zum Schutz vor Sonne aussehen?

Wenn du jetzt beide Kriterien zusammennimmst, so sollte deine ideale Sommerkleidung zum Schutz vor der Sonne am besten sehr engmaschig verarbeitet sein und eine dunkle Farbe haben. Du suchst noch ein passendes Shirt? Schau dich einfach mal im MASKADOR Shop um. Dort wirst du bestimmt fündig werden.


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