Wieder einmal rosa Unterwäsche? So kannst du Verfärbungen vermeiden

Wäsche richtig trennen – fast selbstverständlich, und dennoch nicht immer beachtet

Das erste und nahe liegendste Hausmittel, um Verfärbungen der Wäsche zu verhindern ist, sie nach bestimmten Kriterien zu sortieren und in diesen Gruppen in die Waschmaschine zu geben. Warum ist das nötig?

Dunkle oder bunte Kleidung, die nicht zu 100% farbecht ist, gibt unter Umständen etwas von ihrer Farbe an andere hellere Kleidung ab. Wie kommt das? Waschmittel oder auch hohe Waschtemperaturen können den Effekt haben, dass beim Waschen nicht nur Schmutz-, sondern auch Farbpartikel aus den Fasern gelöst werden. Diese Partikel gelangen dann über das Wasser zur helleren Kleidung und können sich dort festsetzen. Die Folge kann ein Grau-, Blau-, Rot- oder eben Rosaton sein, den deine helle Wäsche annimmt.

So sortierst du richtig nach Farben

Zunächst einmal sortierst du die weiße Wäsche aus. Wenn du mit niedriger Wassertemperatur waschen willst, kannst du zu dieser weißen Wäsche auch noch Teile anderer heller Farbtöne hinzufügen, zum Beispiel Gelb, Rosa, Hellgrün oder Hellblau. Kräftige Farben wie Rot oder Blau ordnest du zur dunklen Wäsche. Als Orientierung für dich hilft diese Übersicht:

  • Weiße und helle Wäsche

Hellblau, Hellgrün, Flieder, Gelb, Rosa

  • Helle Buntwäsche

Orange, Gelb und Rosa

  • Dunkle Buntwäsche

Lila, Rot, Blau und Grün

  • Schwarze und dunkle Wäsche

Braun und Schwarz

Pass bei neu gekaufter Wäsche auf!

Gerade bei neu gekauften Kleidungsstücken ist es manchmal vor dem ersten Waschen schwer einzuschätzen, wie sie sich in puncto Abfärben verhalten. Gehe also auf Nummer sicher und teste die Farbbeständigkeit deiner Kleidung. Das kannst du zum Beispiel so machen:

Lege die Kleidungsstücke zum Test in eine Schüssel, die Badewanne, das Badezimmerwaschbecken oder ein ähnliches Gefäß mit Seifenwasser. Wirf nach etwa einer halben Stunde einen Blick auf das Seifenbad. Sollte sich das Wasser in dieser Zeit verfärbt haben, ist das ein Indikator dafür, dass du mit ebenjenem Teil besonders vorsichtig in der Waschmaschine sein solltest.

Um wirklich alle Risiken zu vermeiden, kannst du auch bestimmte zum Abfärben neigende Teile separat mit der Hand waschen. Damit tust du nicht nur dem Rest deiner Wäsche einen Gefallen, sondern auch dem Teil selbst. Durch die schonende Handwäsche behält es länger seine Strahlkraft. Dank der Effektivität moderner Waschmittel brauchst du noch nicht einmal warmes oder gar heißes Wasser.

Kleine Tipps, große Wirkung!

Neben diesen grundlegenden Ratschlägen gibt es noch eine Reihe anderer Ratschläge, die einfach auszuführen sind und dir dennoch eine große Hilfe sein können, um Verfärbungen zu vermeiden.

  • Wenn es nicht anders geht und du deine Wäsche zusammen mit Teilen waschen musst, von denen du annimmst, dass sie abfärben könnten, gib einfach ein paar Schmutzfangtücher mit in die Maschine. So landen die Farbpartikel nicht auf deiner Kleidung, sondern auf dem Tuch.
  • Suche beim Kauf gezielt nach Stoffen, die die Farbe länger binden können als andere. Kunstfasern wie Polyester binden Farbstoffe zum Beispiel besonders gut, aber auch qualitativ hochwertige Baumwolle verhält sich beim Waschen farbbeständig.
  • Lies gründlich den Waschzettel, damit du weißt, auf welche Art von Pflege das Kleidungsstück braucht. So beugst du unerwünschten Überraschungen in der Maschine vor.

Wäsche verfärbt – Alles zu spät?

Du konntest es nicht verhindern: Dein Lieblingsunterhemd hat einen deutlichen Farbstich bekommen. Um wieder den strahlend weißen Originalton zu bekommen, musst du das Hemd nicht zwingend neu kaufen. In vielen Fällen lässt sich das Kleidungsstück noch retten. So kannst du verfärbte Wäsche wieder „entfärben“:

Generell kannst du dich entscheiden, ob du professionelle Entfärber aus der Drogerie verwendest oder auf altbewährte Hausmittel setzt. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile.

Entfärber aus der Drogerie oder aus dem Onlineshop haben den Vorteil, dass sie speziell zum Entfärben von Kleidung entwickelt wurden, und daher besonders wirksam sind. Bei guten Entfärbern wird die Originalfarbe nicht angegriffen, sondern lediglich die losen Farbpartikel , die sich beim Waschen auf das Teil gelegt haben, entfernt. Aber Vorsicht: Manche Entfärber sind aggressiv und können auch die Originalfarbe verbleichen lassen. Mach den Test, indem eine verdünnte Mischung des Entfärbers auf eine unauffällige Stelle des Kleidungsstücks aufträgst. Wenn sich die Farbe verändert, ist das Mittel zu aggressiv für die Stoff-und Farbzusammensetzung des Kleidungsstücks. Dann solltest du es zunächst mit einem weniger aggressiven Mittel versuchen.

Unbedenklicher sind meist die Hausmittel. Unter anderem haben sich Spülmaschinentabs als veritable Alternative etabliert. Hierzu nimmst du vier Tabs und löst sie in etwa fünf Litern heißem Wasser auf. In dieser Lösung lässt du die Kleidung dann etwa zwölf Stunden ruhen. Danach gießt du das Wasser ab und wäscht die Teile ganz normal in der Maschine aus. Der Farbstich ist dann in der Regel verschwunden!


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